23. Januar 2026
Verhalten bei Stromausfall – sichere Wärmequellen und Risiken
Was tun bei einem Stromausfall? Viele greifen in dieser Situation auf alternative Wärmequellen zurück, etwa Gasherde, Öl- oder Petroleumheizungen sowie gasbetriebene Tischkamine oder Modelle mit Bio-Ethanol. Teilweise wird auch über die Anschaffung solcher Geräte für Notfälle nachgedacht.
Dabei ist unbedingt zu beachten: Bei jeder Verbrennung entstehen Verbrennungsgase, insbesondere Kohlenmonoxid (CO). Dieses Gas ist farb-, geruch- und geschmacklos und kann bereits in geringer Konzentration lebensgefährlich sein.
Der Betrieb solcher Geräte in geschlossenen oder unzureichend belüfteten Räumen birgt daher ein erhebliches Risiko für eine Kohlenmonoxidvergiftung.
Empfehlung
Wenn Verbrennungsgeräte in Innenräumen eingesetzt werden oder deren Einsatz in Erwägung gezogen wird, sollte zwingend ein CO-Melder installiert werden, um frühzeitig vor gefährlichen Konzentrationen zu warnen und lebensbedrohliche Situationen zu vermeiden.
Wer einen Kohlenmonoxidmelder anschafft, steht schnell vor der entscheidenden Frage: Wo muss das Gerät montiert werden, damit es zuverlässig warnt? Die Position ist kein Detail, sondern sicherheitsrelevant.
Ein falsch angebrachter CO-Melder kann Gefahren zu spät erkennen oder falsche Messwerte anzeigen. Im schlimmsten Fall bleibt eine kritische CO-Belastung unbemerkt. Ziel ist daher ein Montageort, an dem der Melder die tatsächliche Belastung der Atemluft erfasst und rechtzeitig Alarm auslöst.
Welche Räume sind mit CO-Meldern auszustatten?
Nicht jeder Raum benötigt zwangsläufig einen CO-Melder. Entscheidend ist, wo Kohlenmonoxid entstehen oder sich unbemerkt ansammeln kann.
CO-Melder sind erforderlich
-
in Räumen mit Verbrennungsgeräten
Dazu zählen unter anderem Gasthermen, Durchlauferhitzer, Ölheizungen, Kaminöfen oder gasbetriebene Kochstellen. Überall dort, wo fossile Brennstoffe verbrannt werden, gehört ein CO-Melder hin. Weitere mögliche CO-Quellen im Gebäude müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
-
in Schlafräumen und Räumen mit Schlafmöglichkeit
Auch ohne eigene Feuerstätte kann CO in Schlafräume gelangen – etwa durch Abgase aus benachbarten Wohnungen, undichte Abgasanlagen oder ungünstige Luftströmungen bei geöffneten Fenstern. Betroffen sind Schlafzimmer, Kinderzimmer und auch Wohnräume, wenn dort regelmäßig geschlafen wird.
-
in Fluren und Aufenthaltsbereichen
Besonders dann, wenn sich dort Personen länger aufhalten oder ein Alarm aus anderen Gebäudeteilen nicht wahrgenommen würde.
Praxisempfehlung
Mindestens ein CO-Melder im Raum mit CO-Quelle. Zusätzlich jeweils ein Melder in Schlaf- und Kinderzimmern.
Die richtige Montagehöhe im Raum
CO-Melder werden nicht wie Rauchmelder an der Decke angebracht. Auch Ablageflächen oder der Fußboden sind ungeeignet.
Der Grund: Kohlenmonoxid hat nahezu die gleiche Dichte wie Luft. Es steigt nicht nach oben und sammelt sich nicht am Boden, sondern verteilt sich gleichmäßig im Raum.
Bewährte Montagegrundsätze
-
Montage auf Atemhöhe
Der Melder sollte in Brust- bis Kopfhöhe angebracht werden. So misst er dort, wo tatsächlich geatmet wird. Bei Geräten mit Display ist die Anzeige zudem gut ablesbar.
Bei Wandmontage gilt: mindestens 20 cm Abstand zur Decke einhalten.
Im Schlafzimmer kann der CO-Melder ebenfalls auf Atemhöhe positioniert werden – beispielsweise auf einem Nachttisch, da sich die Atemzone im Liegen niedriger befindet.
-
Abstand zur CO-Quelle einhalten
Der horizontale Abstand zur möglichen Emissionsquelle muss zwischen 1 und 3 Metern liegen.
Zu nah am Gerät → erhöhte Fehlalarmgefahr oder unrealistisch hohe Messwerte
Zu weit entfernt → CO verdünnt sich, Alarm erfolgt zu spät
Mindestabstände unbedingt beachten
Unabhängig vom Raum gilt: Der CO-Melder benötigt mindestens 20 cm Abstand zu Decken, Ecken, Möbeln und anderen Einrichtungsgegenständen. Nur so kann die Umgebungsluft ungehindert erfasst werden.
Kurz gesagt:
Der richtige Ort entscheidet über die Wirksamkeit des CO-Melders. Wer falsch montiert, wiegt sich in Sicherheit – ohne es tatsächlich zu sein.
wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns an: info@scalabrino.de